Dr. med. Jürgen Hennecke
Allgemeinmedizin – Naturheilverfahren

Akupunktur

Die Akupunktur-Lehre wurde vor mehr als 4000 Jahren als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin entwickelt und hat sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend auch in den westlichen Ländern durchgesetzt. Einige Teilgebiete (z.B. Schmerztherapie) sind mittlerweile auch wissenschaftlich erforscht.

Nach der Vorstellung der alten Chinesen fließt die „Lebensenergie“ (Chi) im Körper in spezifischen „Energiekanälen“, den „Meridianen“. Die Meridiane sind bestimmten Organen, Geweben und Körperfunktionen zugeordnet.

Beim gesunden Menschen fließt die Energie ungestört und harmonisch. Kommt es jetzt aufgrund verschiedener innerer oder äußerer ungünstiger Einflüsse zu einem Energiestau oder einem Energiedefizit in bestimmten Bereichen, können die verschiedensten Symptome (z.B. Schmerzen) auftreten und der Mensch wird krank.

Der Therapeut wird nun durch Stimulation (z.B. „Nadeln“) bestimmter „Akupunkturpunkte“, welche auf dem Verlauf der Meridiane liegen, den Energiefluß anregen, dämpfen oder umleiten, um das gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu fördern.

Nach neueren Untersuchungen liegen im Bereich der Akupunkturpunkte im Unterhautgewebe und in den Muskeln viele kleine Nervenendigungen, die Verbindungen zu unserem „unbewußten“ und nicht willentlich kontrollierbaren vegetativen Nervensystem haben.

Die Auswahl der Punkte erfolgt aufgrund der Symptome des Krankheitsbildes nach den bewährten Kriterien der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Bei uns werden ausschließlich sterile Einmalnadeln verwendet, die etwa 30 Minuten verbleiben nach der Therapiesitzung entsorgt werden.

Neben dem „chinesischen Körper-Akupunktursystem“ existieren eine Reihe hiervon völlig unabhängiger „Reflexsysteme“ (Somatotopien), d.h. Körperteile, in denen reflektorisch der gesamte übrige Organismus repräsentiert ist. Am bekanntesten sind die Punkte der Ohrakupunktur und die Hand- und Fußreflexzonen.

In der Regel kombinieren wir die Körperakupunktur mit der Ohrakupunktur, da sich diese Systeme gegenseitig ergänzen.

Eine verwandte Methode ist die Elektroneuraldiagnostik und –therapie.

Bei der Elektroneuraldiagnostik werden an ca. 200 Reaktionsstellen (Akupunktur- und Reflexpunkte) des Körpers der elektrische Widerstand und Kapazität gemessen und auf ein Diagramm übertragen. Beim Gesunden liegen die Meßwerte in einem bestimmten Normbereich. Im Krankheitsfall können die Werte mehr oder weniger stark abweichen und Hinweise auf energetische Störungen in den diesen Punkten zugeordnetenen Organen, Geweben, Gelenken oder Wirbelsäulenabschnitten geben.

Bei der Elektroneuraltherapie werden die „pathologischen“ Reaktionspunkte durch eine leichte, schmerzlose elektrische Reizung stimuliert (0,5 – 2 mA bei einer Frequenz von 0,4 – 1 kHz). Hierdurch wird der Hautwiderstand normalisiert, was sich reflektorisch positiv auf die gestörten Funktionen der zugeordneten Körperabschnitte auswirken kann.

Große Teile der Akupunktur-Lehre und die Elektroneuraldiagnose und -therapie sind von der wissenschaftlichen Medizin noch nicht erforscht und anerkannt.


Dr. med. Jürgen Hennecke, Trierer Str. 333, D - 52078 Aachen, Telefon: +49 (0) 241 - 56 20 15